Presse- & Öffentlichkeitsarbeit





Feuerwehr Eppelborn bei landesweiter Führungskräftetagung vertreten | Samstag, 31.10.2026

Über 350 Teilnehmer informierten sich in Blieskastel über aktuelle Herausforderungen, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven im Feuerwehr- und Bevölkerungsschutz.


Vorschau
Der saarländische Innenminister Reinhold Jost informierte die anwesenden Feuerwehrführungskräfte über aktuelle Herausforderungen und geplante Investitionen in den Brand- und Bevölkerungsschutz (Foto: Christian Holz)
Am Samstag, dem 31. Oktober 2026, fand in der Würzbachhalle in Blieskastel-Niederwürzbach die 20. Tagung der Feuerwehrführungskräfte des Saarlandes statt. Auf Einladung des saarländischen Innenministers Reinhold Jost und des Landesbrandinspekteurs Timo Meyer kamen über 350 Führungskräfte sowie Vertreter verschiedener Behörden und Hilfsorganisationen zusammen. Auch die Freiwillige Feuerwehr Eppelborn war mit acht Führungskräften aus mehreren Löschbezirken und der Wehrführung vertreten.

Die landesweite Veranstaltung bot eine wichtige Plattform, um über aktuelle Entwicklungen im Brand- und Katastrophenschutz zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam einen Blick auf die zukünftigen Herausforderungen der Feuerwehren zu werfen.

Wald- und Vegetationsbrände im Mittelpunkt

In seiner Ansprache blickte Innenminister Reinhold Jost auf ein einsatzreiches Jahr zurück. Insbesondere die zahlreichen Vegetations- und Waldbrände stellten die Feuerwehren und weiteren Hilfsorganisationen vor große Herausforderungen.

Als besonders prägendes Beispiel wurde der Großbrand im Hosterwald zwischen Hirzweiler und Wustweiler genannt. Bei diesem Einsatz waren im August über 1.000 Einsatzkräfte aus mehreren Bundesländern sowie aus Luxemburg gefordert.

Vor dem Hintergrund solcher Großschadenslagen stellte der Innenminister Pläne zur Einrichtung einer grenzüberschreitenden Feuerwehreinheit für die Vegetationsbrandbekämpfung vor. Ziel ist es, die Zusammenarbeit über Landes- und Staatsgrenzen hinweg weiter auszubauen und bei größeren Einsatzlagen noch schneller und wirkungsvoller reagieren zu können.

Investitionen in die Zukunft des Bevölkerungsschutzes

Ein weiterer Schwerpunkt waren die umfangreichen Investitionen des Saarlandes in den Brand-, Katastrophen- und Bevölkerungsschutz.

Neben der personellen Verstärkung zuständiger Fachbereiche und der Landesfeuerwehrschule wurden verschiedene Beschaffungsmaßnahmen vorgestellt. Dazu gehören unter anderem neue Wechselladerfahrzeuge, Universal-Modulträger sowie ein leistungsfähiges Großpumpensystem.

Besondere Bedeutung kommt dem geplanten Neubau der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Homburg zu. Mit einem vorgesehenen Investitionsvolumen von rund 53 Millionen Euro soll die Ausbildung der saarländischen Einsatzkräfte langfristig gestärkt und an die steigenden Anforderungen angepasst werden.

Auch die Weiterentwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen im Bevölkerungsschutz und die Stärkung des ehrenamtlichen Engagements waren Gegenstand der Tagung.

Fachvorträge zu aktuellen Herausforderungen

Neben den Berichten des Landesbrandinspekteurs, des Landesfeuerwehrverbandes und der Saarländischen Jugendfeuerwehr erwartete die Teilnehmer ein vielseitiges Fachprogramm.

Im Mittelpunkt standen unter anderem der Kinderschutz innerhalb der Feuerwehr, das operative Lage- und Krisenmanagement, die zivile Verteidigung sowie die besonderen Anforderungen an Führungskräfte in belastenden Einsatzsituationen.

Ein weiterer interessanter Programmpunkt beschäftigte sich mit professioneller Presse- und Medienarbeit sowie der Krisenkommunikation bei größeren Schadensereignissen.

Hierbei wurde der Fachzug Presse- und Medienarbeit (PUMA) des Landkreises Neunkirchen vorgestellt. Die spezialisierte Einheit unterstützt Einsatzleitungen bei größeren Einsatzlagen insbesondere in der Pressearbeit, der Bevölkerungsinformation und der Kommunikation über digitale Medien.

Wie wichtig eine strukturierte Öffentlichkeitsarbeit ist, zeigte sich unter anderem beim großen Waldbrand in Illingen im Sommer dieses Jahres. Dort unterstützte der Fachzug die Kommunikation während des langwierigen Einsatzgeschehens.

Wertvoller Austausch für die Feuerwehr Eppelborn

Für die teilnehmenden Führungskräfte aus Eppelborn bot die Tagung zahlreiche fachliche Impulse und die Gelegenheit, sich mit Feuerwehrangehörigen aus dem gesamten Saarland auszutauschen.

Gerade angesichts zunehmender Herausforderungen durch Extremwetterereignisse, komplexe Einsatzlagen und steigende Anforderungen an den Bevölkerungsschutz gewinnen eine gute Ausbildung, moderne Ausrüstung und eine enge Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren immer mehr an Bedeutung.

Die gewonnenen Erkenntnisse und Anregungen können auch in die Führungsarbeit, Ausbildung und Weiterentwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Eppelborn einfließen.

Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen ist daher ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsorientierten Feuerwehrarbeit – damit die Feuerwehr Eppelborn auch weiterhin gut aufgestellt ist, um den Bürgerinnen und Bürgern unserer Gemeinde im Ernstfall schnell und professionell helfen zu können.




Der saarländische Innenminister Reinhold Jost informierte die anwesenden Feuerwehrführungskräfte über aktuelle Herausforderungen und geplante Investitionen in den Brand- und Bevölkerungsschutz (Foto: Christian Holz)






Gut besuchte Veranstaltung: Die 20. Tagung der saarländischen Feuerwehrführungskräfte fand in der Würzbachhalle in Blieskastel-Niederwürzbach statt. (Foto: Christian Holz)






Über 350 Teilnehmer verfolgten die Fachvorträge und Berichte zu aktuellen Entwicklungen im Feuerwehrwesen. (Foto: Christian Holz)






Die Teilnehmer der Freiwilligen Feuerwehr Eppelborn. Linke Tischseite (von links): Frank Bonner (Löschbezirksführer Bubach-Calmesweiler), Thorsten Fuchs (stellvertretender Wehrführer), Hans-Werner Guthörl (stellvertretender Löschbezirksführer Dirmingen) und Thomas Theis (Löschbezirksführer Macherbach). Rechte Tischseite (von links): René Finkler (Löschbezirksführer Habach), Rainer Weber (Führungskraft Löschbezirk Dirmingen), Georg Fuchs (stellvertretender Löschbezirksführer Eppelborn) und Stephan Rein (Löschbezirksführer Wiesbach). Ebenso anwesend war Christian Holz aus dem Löschbezirk Eppelborn, welcher als Vertreter der Landesfeuerwehrschule teilnahm. (Foto: Christian Holz)




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