Presse- & Öffentlichkeitsarbeit





Datum:29.07.2026
Löschbezirke:Eppelborn: 15:08 -
Bubach-Calmesweiler: 15:57 -
Einsatzart:TE Drohne / Großbrand
Eingesetzte Fahrzeuge:MTW (1-18), LF KatS (2-44)


Feuerwehr Eppelborn unterstützt bei Großbrand in Neunkirchen-Wellesweiler | Mittwoch, 29.07.2026

Feuerwehr Eppelborn mit mehreren Facheinheiten bei einem der größten Brandeinsätze der vergangenen Jahre im Landkreis im Einsatz


Vorschau
Großbrand eines Industriebetriebes in Neunkirchen-Wellesweiler
Am Mittwoch, den 29. Juli 2026, wurde die Feuerwehr Neunkirchen gegen 13:30 Uhr durch die automatische Brandmeldeanlage eines Recyclingbetriebs für Spray- und Druckbehälter nach Neunkirchen-Wellesweiler alarmiert. Bereits wenige Minuten später entwickelte sich aus dem zunächst gemeldeten Brand ein Großfeuer von außergewöhnlichem Ausmaß. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Industriehalle bereits in Vollbrand. Eine gewaltige schwarze Rauchsäule war über weite Teile des Saarlandes und darüber hinaus sichtbar. Durch explodierende Druckbehälter, die enorme Hitze sowie die starke Rauchentwicklung gestalteten sich die Löscharbeiten äußerst schwierig. Die Bevölkerung wurde über die Warn-App NINA vor der Rauchentwicklung gewarnt, mehrere Wohnhäuser mussten vorsorglich evakuiert werden. Rund 150 Einsatzkräfte verschiedenster Organisationen waren im Einsatz.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Eppelborn war mit mehreren Unterstützungseinheiten über viele Stunden hinweg in den Großeinsatz eingebunden.

Bereits zu Beginn wurden die beiden Fachberater ABC-Gefahren des Landkreises Neunkirchen, die im Löschbezirk Habach beheimatet sind, zur Einsatzstelle alarmiert. Sie unterstützten die Einsatzleitung bei der Beurteilung der besonderen Gefahrenlage, die durch die Vielzahl an Spray- und Druckgasbehältern sowie die starke Rauchentwicklung entstanden war.

Aufgrund des enormen Medieninteresses und der notwendigen Bevölkerungsinformation wurde wenig später die Facheinheit PUMA (Presse- und Medienarbeit) des Landkreises Neunkirchen alarmiert. Diese Einheit setzt sich aus Pressesprecherinnen und Pressesprechern der Feuerwehren des Landkreises zusammen. Von der Feuerwehr Eppelborn unterstützte einer unserer Pressesprecher die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit direkt an der Einsatzstelle.

Im weiteren Einsatzverlauf wurde außerdem die Drohneneinheit der Feuerwehr Eppelborn alarmiert. Gemeinsam mit der Drohneneinheit der Feuerwehr Illingen lieferten die hochmodernen Drohnen wertvolle Luftbilder der Einsatzstelle. Mithilfe der integrierten Wärmebildkameras konnten Glutnester lokalisiert und die Einsatzleitung bei der Beurteilung des Brandgeschehens aus der Vogelperspektive unterstützt werden.

Die extremen Wetterbedingungen mit Temperaturen von rund 35 Grad Celsius machten den Einsatz für alle Beteiligten zusätzlich zu einer enormen körperlichen Belastung. Besonders die unter Atemschutz eingesetzten Feuerwehrangehörigen waren der starken Hitze und Wärmestrahlung über viele Stunden ausgesetzt. Um ausreichend Personal für die kräftezehrenden Nachlöscharbeiten zur Verfügung zu haben, wurden daher auch die Löschbezirke Bubach-Calmesweiler und Dirmingen mit weiteren Atemschutzgeräteträgern zur Unterstützung angefordert.

Auf Weisung des stellvertretenden Wehrführers Thorsten Fuchs wurde der Löschbezirk Eppelborn während des laufenden Großeinsatzes in Alarmbereitschaft versetzt. Dadurch konnte sichergestellt werden, dass bei weiteren Einsätzen im Gemeindegebiet sowie im Landkreis jederzeit schnell reagiert werden konnte.

Am Abend wurden die Einsatzkräfte des Löschbezirks Bubach-Calmesweiler aus dem Bereitstellungsraum unmittelbar an die Einsatzstelle beordert. Dort unterstützten sie unter Atemschutz die umfangreichen Nachlöscharbeiten.

Später verbrachte der Löschbezirk Dirmingen das in Dirmingen stationierte 60-kVA-Stromaggregat mit integriertem Lichtmast zur Einsatzstelle. Dieses sorgte in den späten Abend- und Nachtstunden für eine großflächige Ausleuchtung des Einsatzbereiches und ermöglichte den sicheren Fortgang der Nachlöscharbeiten.

Der Einsatz hat erneut eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die überörtliche Zusammenarbeit der Feuerwehren sowie der spezialisierten Facheinheiten im Landkreis und darüber hinaus ist. Nur durch das professionelle Zusammenspiel aller beteiligten Organisationen konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert und die Einsatzlage erfolgreich bewältigt werden.

Weitere Informationen sowie Bilder zum eigentlichen Einsatzgeschehen sind auf den Internet- und Social-Media-Kanälen der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen zu finden.






Großbrand eines Industriebetriebes in Neunkirchen-Wellesweiler






Die Fachberater ABC unterstützten bei den Messungen und berieten die Einsatzleitung im Umgang mit diversen Gefahrstoffen






Der Löschroboter des Landkreises St. Wendel im Einsatz beim Großbrand in Neunkirchen-Wellesweiler




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